Santa Cruz

Bereits um 5:00 Uhr morgens stehen wir mit unserem Gepäck Stücken beim Hotel Eingang um zum Hafen zu fahren. Die Abfertigung ist wie üblich, unser Gepäck wird durch sucht damit ja keine Steine Muscheln oder gar Pflanzen von der Insel weg gehen.

Mit unserem Schiff Neptuno III starten wir in einen wunderschönen Morgen um nach Santa Cruz zu fahren. Im lebendigen Touristen Örtchen Puerto Ayora werden wir die letzten Tage verbringen. Hier angekommen frühstücken wir und im Anschluss führt unser Weg zuerst ins Hochland der Insel. Als erstes fahren wir zur Zuckerrohrmühle “El Trapiche“, wo Zuckerrohr verarbeitet wird und die Produktion von Galapagos Kaffee stattfindet.

Wir steigen hinab in einen „Tuneles“, einen Lavatunnel um diesen zu erkunden und den Ausführungen von Frieden zu lauschen.

Um die Mittagszeit erreichen wir die grüne Vegetation des Schildkrötenreservats „Rancho Primicias“, wo wir die weltbekannten und uralten Galapagos Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung erleben können. Bereits auf dem Weg in das Reservat sehen wir die ersten Schildkröten am Strassenrand. Auf einer kleinen Wanderung bekommen wir einige dieser riesigen Galapagos Bewohner hautnah zu Gesicht.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und ich geniesse zunächst mal einen Cappuccino in dem schönen Restaurant. Bummeln durch die Strassen, erkunden der Geschäfte und Kleinigkeiten einkaufen für meine Enkelkinder. Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

Strandtag auf Isabela

Frieden hatte uns die heutige Wanderung entlang des Vulkan Kraters so dramatisch geschildert, dass einige, wie ich, die Option Strand vorgezogen haben. Es beginnt mit einem gemütlichen Frühstück, gefolgt von einem Spaziergang durch den Ort, sitzen und schauen, Strandspaziergang, Mittagessen im Pan y Vino und schlafen. Ein Ferientag eingeschoben mit Happy Hour in der Strandbar daneben, an unserem „Jahrgangstisch“ und Abendessen mit der Gruppe.

Isabela

Floreana

Das Meer liegt heute da als könnte es kein Wässerchen trüben, es scheint ein spiegelglatter See zu sein. Die Fahrt von Floreana nach Isabela dauert demnach keine 2 Stunden wie vorher gesagt.Isabela ist die mit Abstand grösste Insel des Archipels. Auf unserem Weg umfahren wir die kleine Insel Tortuga und halten von unserem Boot Ausschau nach den hier lebenden Fregattvögeln.

Tortuga

Nach unserer Ankunft auf Isabela unternehmen wir am Nachmittag eine Kajakfahrt in einer durch Lavaströme geschützten und glasklares Salzwasser Lagune. Dort sehen wir die bekannten Galapagos Pinguine, grosse Kolonien von Meerechsen und viele Pelikane, welche pfeilschnell ins Wasser tauchen und mit einem Fisch heraus kommen. Das Kajakfahren an sich ist ein Riesenspass, sich dabei noch in dieser gewaltigen Naturkulisse zu bewegen, einfach toll.

Ein Spaziergang führt uns auf Stegen durch einen Mangrovenwald. Auch hier liegen die Meerechsen einfach so rum. Wie Frieden sagt, die waren zuerst da, und da sie in diesem Schutzgebiet nie gejagt wurden, kennen sie auch keine Scheu vor den Menschen, wie übrigens alle Tiere hier.

Floreana

Heute ist es grau, es regnet immer wieder und der Sturm über dem Meer ist heftig. Wir besteigen das Taxi Boot mit unserem Gepäck und werden zu unserem Schiff gefahren. Weit gefehlt kein grosses Schiff ist in Sicht, eine kleine Nussschale, nur halb so gross wie Norberts Schiff auf der Havel, soll uns nach Floreana bringen.

Die Wellen sind heftig die Stösse in unsere Rücken, wenn das Schiff wieder auf die Wellen zurück knallt nicht minder. Einige werden seekrank, sie tun mir so leid. Zum Glück überstehe ich die Reise, welche etwa dreieinhalb Stunden dauert. Die grösste Herausforderung ist jeweils das Umsteigen vom Taxi Boot auf das Schiff oder umgekehrt sowie das Aussteigen am Hafen. Die Wellen machen die Schiffe und Boote zu tanzenden Spielzeugen.

im Hotel Wittmer angekommen wechseln wir kurz die Kleider um in ein nahe gelegenes Restaurant zu gehen. Anschliessend werden wir mit einem Bus zum Nationalpark gefahren um dort die Quellen und die Landschildkröten zu besichtigen. Immer wieder erzählt uns Frieden von den Erfahrungen der ersten Siedler In Floreana. Es ist spannend die erste Höhle zu sehen, in welcher Menschen gewohnt haben bis es Hütten gab.

Die Geschichte der Familie Wittmer ist als Museumstafeln im Essraum des Hotels aufgeführt. Aus dem Tagebuch wurde ein Bestseller „Postlagernd Floreana“. Den Titel kenne ich, meine aber das Buch (noch) nicht gelesen zu haben. Auf jeden Fall werde ich es mir besorgen.

Ein Spaziergang dem schwarzen Strand entlang rundet den Nachmittag und Abend ab.

Leon Dormido

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Schnellboot zur hoch aus dem Ozean ragenden Felsinsel „Leon Dormido“, dessen Silhouette einem schlafenden Löwen ähnelt.

Auf den Klippen können wir vom Boot aus verschiedene Vogelkolonien wie Blaufusstölpel und Pelikane beobachten.

In einer kleinen Bucht legen wir an und verbringen eine gute Stunde an einem schönen weissen Badestrand. Hier leben viele Einsiedlerkrebse und im näheren Umkreis kann man Salzwasser-Tümpel, Mangroven und Trockenpflanzen besichtigen.

Auf dem Boot erhalten wir unser Mittagessen und Getränke, bevor wir Schnorcheln gehen. Ich habe keine Flossen mit, und das scheint den Guide zu stören (oder es ist doch mein Alter… alle taten sehr verwundert, dass ich schnorcheln will).

Zunächst sieht man gar nichts, später, in der Nähe des Felsens, sieht man auch Unterwasserfelsen grau in grau. Zwei Clownfische bringen noch etwas Farbe in diese Einöde. Da der Guide mich darauf hinweist dass ich keine Flossen hätte und mich erneut fragt, ob ich nicht lieber aufs Boot zurück wolle, verabschiede ich mich und schwimme zurück zum Boot, da ich auf keinen Fall ein Hindernis sein will. Natürlich schlage ich mich am Bootsrand an, da es nach wie vor nicht so einfach ist in der Brandung die Leiter zu erwischen. Warum denken bloss alle dass ich nichts mehr kann nur weil ich weisse Haare habe und etwas vorsichtiger auf den Leitern bin? FRUSTRIEREND.

Das Gemeine ist, dass danach die Jungen mit Manta Rochen geschwommen sind, einem Hammerhai begegnet sind und sogar mit einem Jungen Seelöwen tauchend gespielt haben.

Heute nehme ich nicht am gemeinsamen Abendessen teil. Einerseits brauche ich nach zwei Wochen“Gruppenfeeling“ eine Pause, obwohl die Gruppe nichts zu wünschen übrig lässt, ich fühle mich sehr wohl. Andererseits gibt es hier so grosse Portionen, dazu immer noch Reis, Pommes und eventuell Bohnen oder Kochbananen, wovon ich mehr als die Hälfte stehen lassen muss. Ich habe mir in einem Café einen Toast gekauft und sitze jetzt hier im Hostal vor meinem Zimmer, da ich im Zimmer kein wifi habe.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, diesmal ganz ruhig,

San Christobal – Galapagos Inseln

Heute Morgen verabschieden wir uns vom ecuadorianischen Festland und freuen uns auf ein komplettes Kontrastprogramm zum bis jetzt Erlebten. Es warten auf uns die fantastischen Galapagos Inseln. Von Guayaquil aus fliegen wir auf die Insel San Christobal. Wir müssen sehr früh am Flughafen sein da es einige Kontrollen gibt.

Jetzt bin ich tatsächlich da!

Wir gehen entlang der Uferpromenade zu einem kleinen Imbiss, es ist bereits 14.00 Uhr örtliche Zeit.
bereits hier sehen wir die ersten Seelöwen.

Wir besuchen das Informationszentrum „Centro de Interpretation“ des Nationalparks Galapagos, gefolgt von einer Wanderung durch den Park. Hier fühle ich mich wohl, wie habe ich diese Düfte, die schwüle Wärme und das Grün des Regenwaldes vermisst.

Am Ende der Tour bleiben wir an einem Strand, leider beginnt es gerade jetzt zu regnen. Ich sitze mit meinem Regenschirm im groben Sand und beobachte das Spiel der Seelöwen.

Nationalpark Cajas – Guayaquil

Heute verlassen wir das Andenhochland und setzen unsere Reise nach Guayaquil fort. Unterwegs statten wir dem Cajas Nationalpark einen Besuch ab. Mit seinen mehr als 230 Lagunen gehört das Schutzgebiet zu den schönsten seiner Art im gesamten Andenraum.

Mit einem spezialisierten Guide unternehmen wir eine Wanderung, welche nicht ganz ohne ist. Ich freue mich bereits auf die Schweizer Wanderwege… Wir können zahlreiche Vogelarten beobachten und einige endemische Pflanzen und Blumen bewundern,

Anschliessend setzen wir unsere Fahrt ins tropisch heisse Tiefland fort und erreichen am Abend die Hafenstadt Guayaquil. Unser Hotel liegt mitten im Zentrum, wir machen einen Spaziergang, sehen einige besondere Gebäude und flanieren der Uferpromenade entlang.

Cuenca

Heute geniessen wir einen sehr schönen Tag in Cuenca. Die Stadt hat sich den Charme und die Architektur des frühen 19. Jahrhundert erhalten und wird auch als schönste Stadt Ecuadors gehandelt. Neben dem einmaligen kolonialen Flair, einem schönen Stadbild mit hübschen Blumen geschmückten Plazas, gemütlichen Gassen mit gepflasterten Strassen und weiss getünchten Häusern mit ihren alten Holztüren, lädt vor allem auch das sehr milde Klima zum verweilen ein. Auf einem ausgedehnten Stadtrundgang lernen wir heute das schmucke historische Zentrum Cuencas kennen, dass seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbes gehört. Die Uferpromenade entlang des Rios Tomebamba, die imposante Kathedrale, der quirlige Gemüse- und Früchtemarkt, sowie der Blumenmarkt zählen zu den Höhepunkten unseres Rundgangs.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Ich nehme die Gelegenheit wahr um in aller Ruhe die schönen Plätze und Märkte nochmals zu besuchen.

Ich geniesse den Rundgang alleine durch die Plätze und Strassen zu schlendern, bevor ich kurz ins Hotel gehe, um die Bewilligung für Galapagos auszufüllen. Auch das geht mit dem Handy ganz einfach online. Eine tolle Sache auf Reisen, wenn nur meine gekauften Daten funktionieren würden…

Der Abend klingt am grossen Platz in einem schönen Restaurant mit ecuadorianischen Küche aus.

Guamote – Teufelsnase – Ingapirca – Cuenca

Nach dem Frühstück besuchen wir das lokale Bildungszentrum, welches von der Intisa Stiftung ins Leben gerufen wurde. Zum Zentrum gehört eine Nähstube, die von einer Frauengruppe betrieben wird. Ein Kindergarten für Kinder von 3 – 5 Jahren ist auch angegliedert. Die Kinder begrüssen uns freudig und singen uns etwas vor. Für Anne, die heute Geburtstag hat,, singen sie happy Birthday, vielmehr „compleano feliz“ und umarmen sie anschliessend. So schön, diese Kinder zu sehen, welche hier, teilweise ohne Kosten, unterrichtet werden.

Anschliessend fahren wir auf der Panamericana gen Süden. Wir fahren durch eine malerische Landschaft, ein Teil der besonders grün und fruchtbar ist, wird die ecuadorianische Schweiz genannt. Welche Ehre! Unsere Strasse führt entlang der ehemaligen Bahnstrecke durch idyllische Landschaften mit kleinen indianischen Dörfern, entlang der hoch gelegenen Felder der Indigenas und mit ständigem Blick auf die weissen Andenriesen, die im Hintergrund majestätisch thronen. In der Nähe des Bahnstädtchens Alausi besuchen wir einen schönen Aussichtspunkt, wo wir einen fantastischen Panoramablick auf die Zickzack-Schienen der Zugstrecke über die Teufelsnase haben. Hier erfahren wir alles über die Geschichte zum „Zug der Teufelsnase“, die vor mehr als 100 Jahren erbaute Eisenbahn. Ingenieure bezeichneten den Zug einst als „Eisenbahn-Meisterwerk“.

Am Nachmittag erreichen wir schliesslich Ingapirca, die bedeutendste präkolumbianische archäologische Fundstätte Ecuadors. Diese Kultstätte der Canari wurde später auch von den Inkas genutzt und ausgebaut.

Nach einem Rundgang, mit vielen tollen Erläuterungen unseres Reiseleiters Frieden (wie hätte sich Peter über die alten Steine gefreut und hätte sicher noch das eine oder andere beitragen können), fahren wir weiter zu unserem Ziel, der Kolonialstadt Cuenca. Das hübsche koloniale Hotel Victoria erreichen wir am frühen Abend.

Das Abendessen, mit Begleitung einer Jazz-Sängerin nehmen wir im schönen Ambiente ein. Die Geburtstagstorte für Anne ist dann die letzte Überraschung des heutigen Tages.

Guamote

Da ich seit dieser Nacht Durchfall habe, habe ich mich entschieden mit dem Taxi direkt nach Guamote zu fahren, anstatt mit der Gruppe den Chimborazo Nationalpark zu erkunden. Nochmals auf 5‘000 Meter rauf zu fahren um dort zu wandern, schien mir doch etwas zu anstrengend heute.

Im Gästehaus Intisiisa werde ich freundlich empfangen, und mir wird sogar eine Kanne Tee aufs Zimmer gebracht. Erst mal schlafe ich…

Die Gruppe kommt am Nachmittag an und ich gehe ein wenig mit auf den riesigen Markt, der hier am Donnerstag stattfindet. Bald kehre ich um, da es nicht so mein Ding ist immer nur aufzupassen, dass ich den Anschluss an die Gruppe nicht verliere, anstatt mich auf dem Markt umzusehen.

Nach dem Abendessen gehen wir zu fünft zu einer Schamanin hier in der Nähe. Die ganze Zeremonie dauert etwa eine Stunde. Wir beten zum Universum, wobei wir uns in alle vier Himmelsrichtungen drehen. Die Gebete, soweit ich sie verstehe, sind nicht anders als überall, soweit ich sie kenne. Es wird um Nahrung, Kleidung und Obdach, auch für die Armen gebetet und für den Frieden in den Familien und in Ecuador.

Ich sei schwach und müde und solle alles ins Feuer werfen was mich schmerzt. Nun eines kann ich sagen, ich habe schon gefühlte Jahre nicht mehr so gut und lange geschlafen wie.nach dieser „Reinigung“.

Ein besonderes Erlebnis.