Quitotoa Vulkan – Rio Bamba

Nach dem Bauernhof Frühstück, wir essen auch von unserem selbstgemachten Käse, brechen wir auf und fahren weiter ,zum Quitotoa Vulkan. Mit seinem Kratersee ist der Quitotoa eines der atemberaubendsten Ziele Ecuadors. Vom Kraterrand können wir die mächtigen umliegenden Gipfel der schneebedeckten Vulkane bewundern. Noch in der kühlen Morgensonne unternehmen wir eine Panoramawanderung entlang des Südrandes des Kraters.

Anschliessend besuchen wir das indigene Städtchen Pujili, bekannt für seinen typisch quirligen und bunten Indigenenmarkt.

Weiter geht die Fahrt in die Provinzhauptstadt Riobamba, leider unterbrochen durch eine kleine Panne am Bus. Unser Fahrer kann das Teil auswechseln, und nach einiger Zeit geht es weiter. Etwas verspätet kommen wir bei dem Gesellschaftshaus der hiesigen indigenen Frauen an. Sie zeigen uns ihr Geschick mit der Verarbeitung der Schafwolle und singen uns ein Lied. Jetzt sind wir aufgefordert ein Lied zu singen. Anita und ich stimmen „es Burebüebli mahn i nid“ an und alle müssen mitmachen beim „nach ufe, nach abe…“ der kleine Laden lädt zum shoppen ein, solche Projekte unterstütze ich gerne.

Posada de Tigua

Nach dem Frühstück in der Berghütte Tambopaxi erkunde ich ein wenig die Umgebung mit ihren klaren Bächen, welche ungehindert ihren Lauf nehmen. Das Gelände ist riesig und das Hochland in den Anden etwas sehr Spezielles. Die Sonne scheint, obwohl es nach wie vor empfindlich kühl ist.

Die anderen erleben heute einen Ausritt durch diese Gegend.

Die Fahrt im Bus führt uns weiter durch die Anden bis zur Posada de Tigua. Ein 1883 erbautes gemütliches Bauernhaus mit breiten Lehmwänden, mit vielen kleinen Zimmern, welche teilweise als Gästezimmer mit Bad eingerichtet wurden. Beim Melken der Kühe können wir mitmachen und anschliessend aus der Milch unseren eigenen Käse herstellen. Hier gibt es kein Plastik, alles wird von Hand gemacht. Sehr eindrücklich ist die Küche mit den alten Gerätschaften, welche immer noch in Gebrauch sind.

Das Abendessen in gemütlicher Runde geht zu Ende und, welche ungewöhnliche Wohltat, eine Wärmflasche hat unsere Betten bereits vorgewärmt. Wärme ist das was ich am meisten brauche.

Cotopaxi Nationalpark

Leider regnet es heute Morgen. Wir fahren im Bus weiter zum Cotopaxi, dem höchsten noch aktiven Vulkan der Erde. Diese schneebedeckte Bilderbuch Vulkan bildet einen wunderschönen Hintergrund in der grünen Landschaft. Wir fahren langsam durch eine immer karger werdende Umgebung bis auf eine Höhe von circa 4500 m.

Unterwegs können wir einen Andenwolf genau beobachten. Eigentlich sieht er aus wie ein grosser Fuchs.

Leider ist gestern am Cotpaxi ein Lawinenunglück geschehen. Zum Glück konnten alle 30 Personen gerettet werden und nur der Bergführer wurde verletzt und liegt im Spital. Es hat geregnet, vielmehr geschneit, bereits in der Nacht, deshalb wird die Wanderung zum Krater aus Sicherheitsgründen mit uns nicht durchgeführt.

Wir fahren zurück zu einer kleinen Lagune, welche wir wandernd umrunden. Viele schöne und interessante Pflanzen werden uns von der Reisereiterin des Nationalparks und von Frieden, unserem SUPER Reiseleiter, erklärt.

Anschliessend fahren wir mit unserem Bus zu unserem Tagesziel, der Berghütte Tambopaxi. In einer idyllischen Landschaft mit einem tollen Panorama und mit Blick auf den Cotopaxi können wir unseren Tag in einer gemütlichen Atmosphäre ausklingen lassen. Übernachtet wird hier in Mehrbettzimmern, wie in der Jugendherbergen.

Erlebnisreiche Fahrt nach Banos

Nach dem Frühstück verlassen wir die Hakuna Matata Lodge und fahren entlang tropischer Vegetation bis nach Puyo. Bevor wir den Regenwald verlassen, besuchen wir die Tierauffangstation Yanacocha, wo wir viele einheimische Tiere, wie verschiedene Affenarten, Ozelote, eine Riesenmarderart und Papageien hautnah erleben.


Mit unserem Besuch unterstützen wir die Stiftung, die seit 2006 den Erhalt von Flora und Fauna in der Provinz Pastaza fördert.

Unsere Weiterreise führt uns entlang des imposanten Pestaza Canyons, welcher für seine vielen Wasserfälle berühmt ist und von denen wir einige auf einem kurzen Spaziergang besichtigen. Der bekannteste ist der imposante „Palion de Diablo“ (Teufelspfanne), der sich 80 Meter in die Tiefe stürzt.

Nach diesem imposanten Schauspiel fahren wir zum „Brautschleier“, wo einige von uns, ich selbstverständlich mit dabei, in einer Gondel ganz nahe zum Wasserfall fahren.

Eine abenteuerliche Passfahrt führt uns zu einem Aussichtspunkt über Banos, von wo man eine herrliche Aussicht auf verschiedene Vulkane und die umliegenden Täler, Schluchten und natürlich Banos hat. Eine gläserne Aussichtsterrasse darf nur mit Schuhschonern betreten werden.

Banos ist eine hübsche Stadt, leider erreichen wir unser einfaches Hotel erst spät, so dass nach dem Abendessen keine Zeit mehr bleibt, die Stadt zu entdecken.

Hakuna Matata

Heute könnte man von der Lodge aus River Rafting machen, worauf ich leider verzichte, nach meinen einschlägigen Erfahrungen in Costa Rica, und damals war ich noch 20 Jahre jünger. Auch auf das optionale Reiten verzichte ich, obwohl auch das ein besonderes Erlebnis war, welches ich nicht missen möchte. Wie sagt V. Frankl: weine nicht über das was du nicht mehr kannst, lächle dass du es hattest.

ich gönne mir eine wunderbare Massage in der SPA, welche Wohltat, erst jetzt merke ich wie verspannt ich bin. Eine Wiederholung wäre toll, mal sehen wie es sich in den anderen Destinationen anlässt .

am Nachmittag ein Spaziergang mit de Gruppe durch den Dschungel und danach lesen am Swimmingpool in einer Hängematte.

Archidona

ich habe so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr, der Dschungel tut mir gut. Ich könnte sogar länger schlafen, aber der Wecker geht bereits um vier Uhr los.. Noch vor Sonnenuntergang werden wir mit den Pickups abgeholt und fahren mit einem Kanu den Arajuno Fluss hinauf. Unterwegs steigen wir aus um den Urwaldhügel hinauf zu kraxeln. Von dort sehen wir an die Wand, welche eine Papageien Leckstelle ist. Wir haben Glück, wir sehen viele Amazonen, so heissen diese Papageien, welche hierher kommen um das Salz und die Mineralien zu lecken. Für Fotos mit dem Handy sind sie zu weit weg. Nun, das Erlebnis zählt.

Nach einer weiteren Fahrt mit dem Kanu werden wir bereits von den freundlichen Bewohnern einer kleinen indigenen Gemeinde erwartet, mit deren Hilfe wie eine typische ecuadorianischen „Chiche“, ein traditionelles Getränk aus Maniok, herstellen. Wir geniessen ein echtes Urwald Frühstück, welches die Bewohner von Santa Barbara für uns auf dem Holzfeuer zubereitet haben. In mehrere Lagen Blätter werden Fische, Maniok, Palmherzen, und Pilze gegrillt, was für eine tolle Variante zur Alufolie. Alles liegt als riesiges Buffet auf noch grösseren Blättern auf dem langen Tisch. Es gibt auch gebratene Kakaobohnen, aus der ursprünglichen Kakaofrucht und Engerlinge am Spiess, diese möchte ich aber nicht probieren.

es folgt eine Tanzaufführung:

Wer möchte, kann sein Geschick beim Schiessen mit dem Blasrohr unter Beweis stellen.

Noch vor dem Mittagessen machen wir reine kleine Wanderung durch den Dschungel.

Am Nachmittag fahren wir weiter zur Lagune Paikawe – eine idyllische Lagune mit zwei kleinen Inseln in der Mitte und lassen uns auf einer Kanufahrt durch die natürlich entstandenen Kanäle von den magischen Klängen des Dschungels bezaubern. Inzwischen regnet es in Strömen, aber auch diese grossen Tropfen „tönen“.

Fahrt über die Anden

Am heutigen Tag verlassen wir die Hauptstadt Ecuadors und fahren über die Ostkordilleren bis in das Amazonasbecken. Auf dem Weg machen wir Halt in einer der schönsten Thermalquellen Ecuadors. Hier können wir uns auf einer Höhe von circa 3‘300 Metern in verschiedenen, bis zu 40° warmen Becken, wunderbar erholen und die besondere Kulisse geniessen. Nach diesen wohltuenden Bädernfahrennwirnuuneinem kleinen, weitem bekannten Restaurant um die landesübliche Forelle zu geniessen,.

Weiter geht die Busfahrt. Wir überwinden einen Höhenunterschied von ca. 2‘700 Metern. Wir fahren vorbei an Nebelwäldern um in einem Dorf die Petroglyphen erklärt zu bekommen. Es ist äusserst erstaunlich, dass es solche Petroglyphen, Steine, mit immer abwechselnden Motiven, in ganz Lateinamerika gibt und diese jeweils in einer schnurgeraden Linie durch die Urwälder angelegt sind. Eine Erklärung, wie das die Urvölker überhaupt konnten und weshalb diese Steine so ausgelegt wurden,, fehlt bis heute.

In unserer Lodge Hakuna Matata angekommen, bin ich endlich wieder einmal mitten im Dschungel in einem einfachen Bungalow. Wie ich die Wärme und den unvergleichlichen Geruch .geniesse. Es ist bereits Abend. Das gemeinsame Abendessen ist üppig, aber ich muss ja nicht alles aufessen.

Die Informationen für Morgen sind umfangreich und lassen Gutes ahnen…

Gleichzeitig auf der Nord- und Südhalbkugel

Das Frühstück im Hotel Ikala Quito ist ausgezeichnet, zum Glück, denn nicht nur ich bin bereits um 02.00 Uhr wach; das geht nur mit Zeitverschiebung; um 3.50 ins Bett gehen und um 2.00 Uhr wieder aufwachen!

Die Nacht war ziemlich kalt, da es keine Heizung gibt, deshalb war es für mich recht ungemütlich. Immer wieder stand ich auf, um mir noch etwas Wärmeres zum anziehen zu holen.

Dafür scheint jetzt die Sonne und begleitet unsere Gruppe zum „Mitad del Mundo“, wo wir tolle Erläuterungen zum Äquator erhalten. Besonders erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass die indigene Bevölkerung im Jahr 600 nicht weit von hier entfernt, eine kleine Steinmauer genau auf der Null-Linie errichtete. Woher hatten die bloss dieses Wissen? Die Franzosen hatten sich um 120 Meter verrechnet, als sie im 18. Jahrhundert den Äquator vermessen hatten. Deshalb steht das erste Denkmal auch am falschen Ort.

Das Intinan Museum ist sehr ansprechend gestaltet und zeigt Auszüge aus der Geschichte Ecuadors. Auch hier haben die Missionare viel ursprüngliche Lebensart verboten und mit vermeintlich „guten“ christlichen Werten viel Unheil gebracht. Insbesondere die eingeschleppten Krankheiten haben zu einer Epidemie ungeahnten Ausmasses geführt.

Bei der falschen Erdmitte besuchen wir das Gelände und trinken einen wunderbaren Cappuccino, bevor wir uns auf einen geführten Stadtrundgang durch den alten Stadtkern Quitos, einer der grössten und schönsten kolonialen Stadtteile Lateinamerikas begeben (UNESCO Weltkulturerbe). Wir besuchen die „Iglesia y Convento de San Francisco“ und die Kirche „La Compania de Jesus“, sowie die „Calle de la Ronda“, eine der ältesten Strassen der Stadt.

Leider regnet es inzwischen in Strömen und die Strassen der Stadt verwandeln sich in reissende Bäche. Alles ist klamm und kühl, da ist der Besuch des Cacao Museums mit dem Genuss einer heissen Schokolade sehr willkommen.

Bei einem Kochkurs in einem der besten Restaurants der Stadt werden wir mit der ecuadorianischen Küche vertraut gemacht. Die Früchte und Fruchtsäfte hier sind ein besonderer Leckerbissen und das vor uns zubereitete Maracuja Eis ist eine Wonne.

Quito

Ein langer Reisetag geht zu Ende. Wir sind in Quito angekommen. Ich bin seit 5 Uhr früh unterwegs, hier ist es 21.00 Uhr, aber eigentlich ist es für mich 03.00 Uhr.

Der Flug mit Iberia war recht angenehm, hatte ich mir doch kostenpflichtige Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit gebucht. Auf jeden Fall eine gute Idee, wobei ich feststellen musste, dass gewisse Passagiere sich nach dem Start einfach einen besseren Sitzplatz auswählten, da der Flieger nicht ausgebucht war.

Die lange Warteschlange an der Passkontrolle mit eingerechnet bin ich jetzt nach 22 Stunden angekommen. Das Hotel liegt auf 2800 m über Meer und ich habe mein Zimmer im dritten Stock, was gleich zum ersten Training mit Rucksack führte. Aber für so ein Einzelzimmer lohnt sich der Aufstieg…

Luxuriöser Start im Hyat Place Flughafen Zürich

Ich übergebe Christine meine Wohnung zum Lüften und Pflanzen giessen während meiner Reise und bin viel zu früh fertig mit allen Vorbereitungen. Na ja, ich muss ja auch keine fünf Kilo alte Zeitungen zum Lesen mitschleppen, keinen Pass von Peter suchen und kann jetzt einfach mit meiner Reisetasche, welche ich auch als Rucksack tragen kann auf. Bus und Bahn, welche mich zum Flughafen Zürich bringen, wo ich ein Zimmer Im Hyat Place gebucht habe. So bin ich morgen früh schon vor Ort und muss nicht mit einem Uber oder Taxi fahren. Mit Peter wäre ich bestimmt nicht in diesem Hotel, es müsste viel günstiger sein. Ich bin gerne hier, natürlich vermisse ich Peter und würde jetzt gerne das „Gstürm“ in Kauf nehmen, mit ihm eine Reise zu starten. Vielleicht begleitet er mich ja.auch „virtuell“, wie viele meiner Freunde.

Eine gemütliche Lesestunde nach einem Einkaufsbummel durch den Flughafen (selbstverständlich ohne Einkauf, sonst müsste ich ja alles mitschleppen) und eine kleine Mahlzeit im hoteleigenen Restaurant, was will man mehr… gute Nacht!