Guamote

Da ich seit dieser Nacht Durchfall habe, habe ich mich entschieden mit dem Taxi direkt nach Guamote zu fahren, anstatt mit der Gruppe den Chimborazo Nationalpark zu erkunden. Nochmals auf 5‘000 Meter rauf zu fahren um dort zu wandern, schien mir doch etwas zu anstrengend heute.

Im Gästehaus Intisiisa werde ich freundlich empfangen, und mir wird sogar eine Kanne Tee aufs Zimmer gebracht. Erst mal schlafe ich…

Die Gruppe kommt am Nachmittag an und ich gehe ein wenig mit auf den riesigen Markt, der hier am Donnerstag stattfindet. Bald kehre ich um, da es nicht so mein Ding ist immer nur aufzupassen, dass ich den Anschluss an die Gruppe nicht verliere, anstatt mich auf dem Markt umzusehen.

Nach dem Abendessen gehen wir zu fünft zu einer Schamanin hier in der Nähe. Die ganze Zeremonie dauert etwa eine Stunde. Wir beten zum Universum, wobei wir uns in alle vier Himmelsrichtungen drehen. Die Gebete, soweit ich sie verstehe, sind nicht anders als überall, soweit ich sie kenne. Es wird um Nahrung, Kleidung und Obdach, auch für die Armen gebetet und für den Frieden in den Familien und in Ecuador.

Ich sei schwach und müde und solle alles ins Feuer werfen was mich schmerzt. Nun eines kann ich sagen, ich habe schon gefühlte Jahre nicht mehr so gut und lange geschlafen wie.nach dieser „Reinigung“.

Ein besonderes Erlebnis.

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