Leon Dormido

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Schnellboot zur hoch aus dem Ozean ragenden Felsinsel „Leon Dormido“, dessen Silhouette einem schlafenden Löwen ähnelt.

Auf den Klippen können wir vom Boot aus verschiedene Vogelkolonien wie Blaufusstölpel und Pelikane beobachten.

In einer kleinen Bucht legen wir an und verbringen eine gute Stunde an einem schönen weissen Badestrand. Hier leben viele Einsiedlerkrebse und im näheren Umkreis kann man Salzwasser-Tümpel, Mangroven und Trockenpflanzen besichtigen.

Auf dem Boot erhalten wir unser Mittagessen und Getränke, bevor wir Schnorcheln gehen. Ich habe keine Flossen mit, und das scheint den Guide zu stören (oder es ist doch mein Alter… alle taten sehr verwundert, dass ich schnorcheln will).

Zunächst sieht man gar nichts, später, in der Nähe des Felsens, sieht man auch Unterwasserfelsen grau in grau. Zwei Clownfische bringen noch etwas Farbe in diese Einöde. Da der Guide mich darauf hinweist dass ich keine Flossen hätte und mich erneut fragt, ob ich nicht lieber aufs Boot zurück wolle, verabschiede ich mich und schwimme zurück zum Boot, da ich auf keinen Fall ein Hindernis sein will. Natürlich schlage ich mich am Bootsrand an, da es nach wie vor nicht so einfach ist in der Brandung die Leiter zu erwischen. Warum denken bloss alle dass ich nichts mehr kann nur weil ich weisse Haare habe und etwas vorsichtiger auf den Leitern bin? FRUSTRIEREND.

Das Gemeine ist, dass danach die Jungen mit Manta Rochen geschwommen sind, einem Hammerhai begegnet sind und sogar mit einem Jungen Seelöwen tauchend gespielt haben.

Heute nehme ich nicht am gemeinsamen Abendessen teil. Einerseits brauche ich nach zwei Wochen“Gruppenfeeling“ eine Pause, obwohl die Gruppe nichts zu wünschen übrig lässt, ich fühle mich sehr wohl. Andererseits gibt es hier so grosse Portionen, dazu immer noch Reis, Pommes und eventuell Bohnen oder Kochbananen, wovon ich mehr als die Hälfte stehen lassen muss. Ich habe mir in einem Café einen Toast gekauft und sitze jetzt hier im Hostal vor meinem Zimmer, da ich im Zimmer kein wifi habe.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, diesmal ganz ruhig,

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